Heute trägt meine Seele Schwarz, G*tt,
ein Kleid aus Leid
das mich umhüllt
und mein leer geweintes Herz.
Es fühlt sich taub an
kaum eine Träne mehr in mir
und wollen doch nicht versiegen
rinnen unsichtbar über meine Wangen.
Still stehen soll die Welt
und schweigen, G*tt,
hören soll sie,
dass sich mein Leben
von nun an nie wieder
einfach so weiterdreht:
Zu groß mein Kummer
zu tief mein Schmerz
über das Für-immer-anders
und das Niemals-so-sein-können.
Meine Hand voll Erde
habe ich losgelassen
und mit ihr all meine Hoffnung,
die wie ein bunter Ballon
in den Himmel steigt
zu dir
nur ein Fünkchen
halt ich
fest hier bei mir:
Einmal werden wir uns wiedersehen
da werde ich mein Kind im Arm halten
und nie mehr hergeben müssen.
Es muss so sein, G*tt,
hörst du?
Bis dahin
finde mich
bitte, G*tt,
an den Klippen meines Lebens
und den Rändern meines Herzens.
Geh nicht.
Bleib.
Und halt das mit mir aus.
Amen